Freie Fahrt für die Feuerwehr2

„Schnell wie die Feuerwehr“ spricht der Volksmund. So schnell, wie es nachgesagt wird, wären wir auch gerne, wenn es um das Erreichen eines Einsatzortes geht. In der Realität sieht dies jedoch teilweise ganz anders aus: Rücksichtslos abgestellte Fahrzeuge blockieren nicht nur Feuerwehrzufahrten, Parkplätze vor dem Feuerwehrhaus und Rettungswege, sondern machen auch ganz normale Straßen dicht!

Somit wird manches zügige Eingreifen unmöglich.

Für uns, Ihrer Freiwilligen Feuerwehr, werden zwangsweise Straßen zu ausweglosen Sackgassen – Einsatzfahrzeuge bleiben an zugeparkten Kreuzungen und schmaler Straßen stecken und verlieren somit kostbare Zeit.

Zeit, die nicht nur Sachwerte, sondern auch Menschenleben kosten können. Die Feuerwehr begibt sich bei fast jedem Einsatz immer in einen Wettlauf mit der Zeit.

Wussten Sie, dass

den Einsatzkräften der Feuerwehr nur 13 Minuten von Beginn eines Brandes verbleiben, um Menschenleben ohne verbleibende gesundheitliche Schäden aus einem verrauchten Gebäude zu retten?
nach der 17. Minute die Wiederbelebung einer vom Feuer eingeschlossenen Person aussichtslos wird?
Auf der einen Seite hört sich dies nach einer Unmenge von Zeit an. Der Brand muss aber erst entdeckt und gemeldet werden, die Rettungsleitstelle wird informiert, die wiederum die Feuerwehrleute alarmiert. Diese müssen zum Feuerwehrhaus, sich ausrüsten und begeben sich dann auf die Einsatzfahrt – viel Zeit bleibt da wahrlich nicht mehr. Und wenn dann noch alles zugeparkt ist…

Auch wir finden verkehrsberuhigte bzw. 30 km/h-Zonen gut, die die Lebensqualität in vielen Wohngebieten erheblich verbessern. Zwangsweise ist jedoch die Zahl der Parkmöglichkeiten für PKW gerade in diesen Gebieten direkt am Haus in den meisten Fällen nicht gegeben. Die Folge: jeder freie (scheinende) Meter Straße wird rücksichtslos zugeparkt.

Aus aktuellem Anlass 2 Beispiele aus Langenbieber:

Bei einem der letzten Einsätze konnten wir das Objekt nur sehr schwer erreichen, da Autos, die an der Straße geparkt waren, den Weg versperrten.

Zudem befindet sich das Feuerwehrhaus angegliedert am Bürgerhaus. Dort finden in den Sommermonaten zahlreiche Feste und Feiern statt. Leider parken die Gäste jedoch nicht immer auf dem ausgewiesenen Parkplatz des Bürgerhauses, sondern auch auf den Parkplätzen am Feuerwehrhaus, die jedoch für die Einsatzkräfte im Alarmfall gedacht sind.
„Einfahrt verboten“ und auch Parkverbotsschilder werden ignoriert oder nicht gesehen und so kommt es leider vor, dass keine Parkplätze für die Einsatzkräfte verfügbar sind.

Wollen Sie der Besitzer des Auto sein, welches uns den Weg zu einem Einsatz versperrt? Sicherlich nicht! Sie gehören natürlich zu den Mitbürgern, die lieber ein paar Meter weiter fahren als die Durchfahrt behindernd parken. Denken Sie daran: wo Busse und Müllwagen durchkommen, haben auch wir die Chance, Ihnen zu helfen.

Die Feuerwehr hilft Ihnen – bitte helfen Sie auch uns!

Parken Sie „überlegt“ und blockieren Sie keine wichtigen Zufahrtswege und Stellflächen – ein paar Meter laufen hat noch keinem geschadet.
Nutzen Sie die öffentlichen Parkmöglichkeiten in Ihrer Umgebung.
Denken Sie beim Parken vor allem in engen Wohnstraßen daran, dass schon in den kommenden Minuten die lebensrettende Hilfe der Feuerwehr in Ihrer unmittelbaren Umgebung von Nöten sein kann.
Halten Sie Unterflurhydranten frei – sie sind oftmals für die Feuerwehr die einzigste Entnahmestelle für Löschwasser.

Wir sind der Meinung, dass Ihr Leben, das Leben Ihrer Familie und Mitbürger es wert sein sollte, etwas rücksichtsvoller zu parken.