Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Langenbieber 1935 e.V.

 

Die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr war am 01.03.1935.
Was waren die Beweggründe die zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr geführt haben?
Was war davor?
Einen Teil der Antworten fanden wir in einem Schreiben von Gründungsmitglied Hermann Sauer. Er schrieb 1977:
Vor und um die Jahrhundertwende waren alle männlichen Bürger der Gemeinde im Alter von 18 bis 60 Jahren gesetzlich verpflichtet, in der örtlichen Feuerwehr an den angesetzten Übungen, die in der Regel einmal im Monat stattfanden, teilzunehmen.
Dies war ja notwendig, um im Falle eines Brandausbruchs gewappnet zu sein.
Nicht nur bei Bränden im Ort selbst, sondern auch wenn die Wehr zu einem Brand in einem Nachbarort angefordert wurde, mussten die Wehrmänner mit ihrer Spritze, die von 2 Pferden eines hierfür bestimmten Bauern gezogen werden musste, ausrücken.
Eben deshalb war es notwendig, dass die Wehr zu jeder Zeit für Brand- und Katastrophenfälle gerüstet war.
Nach dem ersten Weltkrieg 1914-1918 begann man allmählich in größeren Ortschaften mit der Bildung von Freiwilligen Feuerwehren, wodurch in der Hauptsache die Pflichtfeuerwehren abgelöst wurden.
In den Städten hatte man ja die Berufs-Feuerwehren.
Als man bemerkte, dass die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren Schule machte, bemühte man sich auch in Langenbieber um die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr.
Im Jahre 1935 war es dann soweit.
Der damalige Brandmeister Karl Herrlich konnte mit noch 31 begeisterten Männern die Gründung vollziehen.

Es waren:

Herrlich Karl                           Brehl Emil                             Burkart Anton

Darnieder Josef                       Darnieder Damian                 Flügel Emil

Flügel Magnus                        Flügel Franz                          Goldbach Rudolf

Hahner August                        Hahner Hermann                   Herbst Ludwig

Kirst Hermann                        Klüber Hermann                   Klüber Josef

Kirsch Amandus                     Kirsch Karl                            Klewitz Wilhelm

Link Wilhelm                          Sauer Josef                            Sauer Karl

Sauer Hermann                       Scheller Heinrich                   Scheller Konstantin

Schnarr Eduard                       Stehling Josef                        Stehling Franz

Trott Josef                               Trapp Wilhelm                      Trabert Willi

Vieth Hermann

 

Die nun in Tätigkeit tretende Freiwillige Feuerwehr Langenbieber wurde durch die Feuerwehrgeräte- und Uniformlieferfirma Karl Busse, Mainz eingekleidet.
Die zur Brandbekämpfung vorhandenen Löschgeräte wurden von der Pflichtfeuerwehr übernommen.
Es waren eine Handdruckspritze, 2 Steigeleitern mit 2 Einreißhaken und einem Hydrantenwagen sowie die dazugehörigen Wasserschläuche und 2 Unterflurhydrantenstöcke.
Alle diese Geräte wurden in dem Feuerwehrgerätehaus, das am Ortsausgang in Richtung Hofbieber stand, untergestellt.
Die Gemeinde Langenbieber hatte ja schon um die Jahrhundertwende eine Wasserleitung erbaut. Dies war uns ja zur Brandbekämpfung eine schnelle und große Hilfe.
Um die Wehr einsatzbereit zu erhalten wurden regelmäßig alle 2-3 Wochen Übungen abgehalten.
In 1937 wurde in Niederbieber eine Jugendfeuerwehr durch den dort zugezogenen Bürger Kühndahl, der aus Bremen kam, gegründet. Sie setzte sich aus Volksschülern der Schulen Niederbieber, Langenbieber und Allmus zusammen.

Die Namen der Langenbieberer waren:

1. Flügel Josef                         3. Flügel Oskar                      5. Herrlich Rudolf

2. Herbst Paul                         4. Oswald Theo                     6. Trabert Ernst

 

Am 01.September 1939 brach der 2.Weltkrieg aus.
Nun wurde nach und nach ein Feuerwehrkamerad nach dem anderen zum Kriegsdienst einberufen.
Aber trotzdem musste der Brandschutz gesichert sein und alle, die in der Heimat zurückgeblieben waren, mussten sich an den Übungen beteiligen.
Gott sei Dank wurden über unserem Dorf keine Brandbomben der Kriegsgegner abgeworfen, so dass hierdurch kein Brandschaden ausgelöst wurde.
Anfang Mai in 1945 (es war der 8.d.M.) ging der unglückselige Krieg zu Ende.
Nach und nach kamen die Kameraden, soweit sie den Krieg überstanden hatten, wieder in die Heimat zurück, so dass die Aussicht bestand, allmählich die Wehr wieder frisch aufzubauen.
Gott  sei´s geklagt, wir hatten in diesem Krieg vier treue Kameraden verloren.

Es kamen nicht in die Heimat zurück:

1. Flügel Franz                        2. Hahner Hermann               4. Klüber Josef

3. Trabert Willi

Mit zehn Feuerwehrleuten wurde der Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr Langenbieber erneut begonnen.
Schon in 1950 konnte man eine Motorspritze in Dienst stellen. Diese war von den Amerikanern zurückgelassen worden, und nach Instandsetzung wieder mehr oder weniger einsatzfähig.

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